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Rudolf Langer senior 1946
  Rudolf Langer senior,
1946 in seiner Reparaturwerkstatt
für Fahrräder, einer Holzhütte am ehemaligen Wertinger Bahnhof
 


Die Geschichte unseres Autohauses begann mit dem Gründer unserer
Firma, Rudolf Langer senior, der 1905 in Zwittau (Nordmähren) geboren
wurde.

1922 schloß er eine Lehre in der "Maschinenbauanstalt Schindler" ab. Er wurde Mechaniker bei der Firma "Tessarek" in Prag, dem Generalvertreter der Firma "Harley Davidson".

1926, im Alter von 21 Jahren, gründete er einen eigenen Reparaturbetrieb in Troppau. Er stellte zwei Lehrlinge ein und erhielt im selben Jahr einen Händlervertrag der Bayerischen
Motorenwerke für Motorräder.

1931 erwarb er in Troppau-Jaktar ein Grundstück und erstellte einen modernen KFZ-Betrieb.

Nach der Ausbildung zum Fahrlehrer und Kfz-Meister übernahm er 1934 auch die Vertretung der Marke "Jawa".

1935 erweiterte er die bestehende Werkstätte und vertrieb auch Modelle der amerikanischen Ford Motor Co. Im Juli 1939 eröffnete er einen großzügigen Neubau. Er verkaufte jetzt die gesamte Modellpalette der Marken DKW, FORD und BMW und beschäftigte 36 Mitarbeiter.

Am 12. Juni 1946, im Viehwagon Nr. 36, kam er mit seiner Familie als Sudetendeutscher Flüchtling in Meitingen an.

Er fand Unterkunft im Bauernhof der Familie Bunk in Binswangen bei Wertingen. Es war keine Arbeit zu finden. Ermuntert von seiner Frau entschloß er sich, wieder als Handwerker
zu beginnen. Bei der Bahnhofswirtschaft in Wertingen fand er eine kleine Garage, ohne Dach und Türe.

Er lieh sich Blech, Draht, einen Schraubstock und einen Eisentisch. Er schnitt Maulkörbe für Ochsen. Für zwei Maulkörbe erhielt er ein 1/2 Pfund Butter. Die Butter tauschte er gegen Werkzeug.

Mit 42 Jahren begann er schließlich, Fahrräder mit Altteilen zu reparieren. Die Garage wurde zur improvisierten Werkstatt. Seine Arbeit war gut, das sprach sich herum. Endlich erhielt er eine Handwerkskarte. Nun konnte er Gummilösung und Fahrradteile erwerben.

Mit Bruchsteinen und Lehm baute er vor der Währungsreform ein eigenes Haus. Inzwischen beschäftigte er zwei Lehrlinge und einen Mechaniker. Schließlich konnte er auch neue Fahrräder beziehen und verkaufen. In den 50er Jahren erweiterte er sein Sortiment um
Fahrradhilfsmotoren, Adler Motorräder und Kreidler Mofas. Ab 1953 bezog er Lloyd Kleinwagen und Goggomobile.

Er verkaufte und reparierte, seine Frau befaßte sich mit Berufskleidung für Motorradfahrer.
Eine neue Werkstatt wurde gebaut, war aber schon bald zu klein. Der BMW-Vertrag wurde erneuert.

1957 errichtete er den Rohbau eines neuen Betriebes mit Tankstelle am heutigen Hauptsitz der Langer-Unternehmen in Wertingen-Gottmannshofen.

1956 wurde ein Händlervertrag mit den Ford Werken in Köln abgeschlossen.

1963 entstanden 1.500 qm zusätzliche Werkstatthalle, ein moderner Reparaturbetrieb.

1969 erstand er ein Autohaus in Kaufbeuren/Allgäu und übergab dessen Führung seinem ältesten Sohn.

In den 70er und 80er Jahren wurden die bestehenden Betriebe in Wertingen und Kaufbeuren konsequent ausgebaut und modernisiert.

In Gersthofen bei Augsburg wurde ein neues FORD-Autohaus auf 15.000qm Fläche erstellt.

1986/1987 wurde der Standort Wertingen mit einem neuen BMW Autohaus erweitert. Gleichzeitig wurde das Stammhaus um 50% vergrößert.

1998 entstand in Mertingen bei Donauwörth ein neues BMW Autohaus auf 20.000qm Grundstücksfläche.

Rudolf Langer starb am 14.11.1998. Seine Söhne und Enkel führen sein Lebenswerk in seinem Sinne fort.

Heute vertreibt die Autohaus Langer Gruppe fünf Automobilmarken (FIAT, FORD, MAZDA, MINI, BMW) an vier Standorten (Wertingen, Mertingen, Gersthofen, Kaufbeuren) mit
fünf Autohäusern und 200 Mitarbeitern. Über 1.000 Fahrzeuge stehen zur Besichtigung auf insgesamt 70.000qm bereit.

Seit 1926 wurden über 1.500 Lehrlinge ausgebildet.

Die schwierige Situation im Automobilmarkt hat die Firmengruppe bislang gut überstanden und auch in Zukunft alle Voraussetzungen dazu.