Die Autohaus Langer Gruppe feiert 90-jähriges Firmenjubiläum.
Heute beschäftigt die Firmengruppe über 120 Mitarbeiter an drei Standorten
und gehört zu den großen Autohäusern in Bayern.

Die Geschichte unseres Familienunternehmens begann mit dem Gründer unserer
Firma, Rudolf Langer senior, der 1905 in Zwittau (Nordmähren) geboren
wurde.


Rudolf Langer senior 1946
Rudolf Langer senior,
1946 in seiner Reparatur-werkstatt für Fahrräder, einer Holzhütte am ehemaligen Wertinger Bahnhof

1922 schloß er eine Lehre in der "Maschinenbauanstalt Schindler" ab. Er wurde Mechaniker bei der Firma "Tessarek" in Prag, dem Generalvertreter der Firma "Harley Davidson".

1926, im Alter von 21 Jahren, gründete er einen eigenen Reparaturbetrieb in Troppau. Er stellte zwei Lehrlinge ein und erhielt im selben Jahr einen Händlervertrag der Bayerischen Motorenwerke für Motorräder.

1931 erwarb er in Troppau-Jaktar ein Grundstück und erstellte einen modernen KFZ-Betrieb. Nach der Ausbildung zum Fahrlehrer und Kfz-Meister übernahm er 1934 auch die Vertretung der Marke "Jawa".

1935 erweiterte er die bestehende Werkstätte und vertrieb auch Modelle der amerikanischen Ford Motor Co. Im Juli 1939 eröffnete er einen großzügigen Neubau. Er verkaufte jetzt die gesamte Modellpalette der Marken DKW, FORD und BMW und beschäftigte 36 Mitarbeiter.

Am 12. Juni 1946, im Viehwagon Nr. 36, kam er mit seiner Familie als Sudetendeutscher Flüchtling in Meitingen an. Er fand Unterkunft im Bauernhof der Familie Bunk in Binswangen bei Wertingen. Es war keine Arbeit zu finden. Ermuntert von seiner Frau entschloß er sich, wieder als Handwerker zu beginnen. Bei der Bahnhofswirtschaft in Wertingen fand er eine kleine Garage, ohne Dach und Türe. Er lieh sich Blech, Draht, einen Schraubstock und einen Eisentisch. Er schnitt Maulkörbe für Ochsen. Für zwei Maulkörbe erhielt er ein 1/2 Pfund Butter. Die Butter tauschte er gegen Werkzeug.

Mit 42 Jahren begann er schließlich, Fahrräder mit Altteilen zu reparieren. Die Garage wurde zur improvisierten Werkstatt. Seine Arbeit war gut, das sprach sich herum. Endlich erhielt er eine Handwerkskarte. Nun konnte er Gummilösung und Fahrradteile erwerben.

Mit Bruchsteinen und Lehm baute er vor der Währungsreform ein eigenes Haus. Inzwischen beschäftigte er zwei Lehrlinge und einen Mechaniker. Schließlich konnte er auch neue Fahrräder beziehen und verkaufen. In den 50er Jahren erweiterte er sein Sortiment um Fahrradhilfsmotoren, Adler Motorräder und Kreidler Mofas. Ab 1953 bezog er Lloyd Kleinwagen und Goggomobile. Er verkaufte und reparierte, seine Frau befasste sich mit Berufskleidung für Motorradfahrer. Eine neue Werkstatt wurde gebaut, war aber schon bald zu klein. Der BMW-Vertrag wurde erneuert.

1957 errichtete er den Rohbau eines neuen Betriebes mit Tankstelle am heutigen Hauptsitz der Langer-Unternehmen in Wertingen-Gottmannshofen.

1956 wurde ein Händlervertrag mit den Ford Werken in Köln abgeschlossen.

1963 entstanden 1.500 qm zusätzliche Werkstatthalle, ein moderner Reparaturbetrieb.

1969 erstand er ein Autohaus in Kaufbeuren/Allgäu und übergab dessen Führung seinem ältesten Sohn.

In den 70er und 80er Jahren wurden die bestehenden Betriebe in Wertingen und Kaufbeuren konsequent ausgebaut und modernisiert.

In Gersthofen bei Augsburg wurde ein neues FORD-Autohaus auf 15.000 qm Fläche erstellt.

1986/1987 wurde der Standort Wertingen mit einem neuen BMW Autohaus erweitert. Gleichzeitig wurde das Stammhaus - nun ein Fiat A-Händler Betrieb - um 50% vergrößert.

1998 entstand direkt an der B2 in Mertingen bei Donauwörth ein neues BMW und MINI Autohaus auf 16.500 qm Grundstücksfläche.

Rudolf Langer starb am 14.11.1998. Seine Söhne und Enkel führen sein Lebenswerk in seinem Sinne fort. Die Familienbetriebe bildeten seit 1926 über 1.750 Lehrlinge aus.

2013/2014 übergab Horst Langer den Wertinger Fiat Betrieb aus Altersgründen an seinen Sohn Ulrich Langer. Die Firma wurde in "Autogalerie Langer e.K." umbenannt.
Heute vermarktet diese Firma Neu- und Jungwagen aller Marken und bietet Werkstatt-Dienstleistungen für alle Fabrikate unter dem Label "Mein Auto. Meine Werkstatt" an.

2016 wurde ein neues Fahrzeug-Auslieferungszentrum in den Räumen der Autogalerie eröffnet. Auf über 300 qm erleben Kunden hier eine neue, sehr persönliche Form der Übergabe und Erklärung ihres neuen Fahrzeuges.

Auch aktuell ist die Autohaus Langer Gruppe ein Familienbetrieb. Über 120 Mitarbeiter werden an drei Standorten mit über 70.000 qm Betriebsfläche beschäftigt. Obwohl seit Jahren ein intensiver Verdrängungswettbewerb im Automobilhandel besteht, konnte das Unternehmen stetig weiter wachsen und tausende Stammkunden von Angeboten und Leistung überzeugen.

In den letzten acht Jahren steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um mehr als das Dreifache. Kern der Geschäftsmodells ist die konsequente Ausrichtung auf Kundenzufriedenheit kombiniert mit preiswerten und innovativen Angeboten bei Fahrzeugen, Reparaturen sowie Originalteilen und -Zubehör.

Eine zunehmend wichtige Rolle kommt dabei den Internet-Aktivitäten zu.
Seit 1996 - als einer der ersten Autohäuser überhaupt - investiert das Unternehmen in Online-Aktivitäten. Heute erreicht die Langer Gruppe mit über 12 Millionen Seitenaufrufen pro Jahr mehr Menschen als zu zuvor mit diesem Medium. Die Homepage der Autohäuser zählt damit zu den erfolgreichsten Händler-Webseiten in Europa.

Nach wie vor lautet das Grundprinzip der Firma: "Lassen Sie uns Freunde werden".
Die Unternehmerfamilie ist stolz auf ihre Mitarbeiter, die jeden Tag neu, mit viel Liebe zum Detail, mit Freude und Engagement, als Team, für die Zufriedenheit neuer und bestehender Kunden arbeiten.

So, wie vor 90 Jahren alles begann.



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