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Europäische Städte und Kommunen richten nach und nach "Umweltzonen" ein um die Grenzwerte für Feinstaub-Emissionen der entsprechenden EU-Richtlinie einzuhalten.

Wir informieren Sie über Hintergründe, das Plaketten-System und mögliche Partikelfilter-Nachrüstungen sowie deren Funktionsweise für Diesel-Fahrzeuge.



Weitere Informationen:

Wissenschaft

Was ist Feinstaub?

Feinstaub (PM10) bezeichnet die Masse aller im Gesamtstaub enthaltenen Partikel, deren aerodynamischer Durchmesser kleiner als 10 µm ist. Er kann natürlichen Ursprungs sein (beispielsweise als Folge von Bodenerosion) oder durch menschliches Handeln hervorgerufen werden. Feinstaub entsteht aus Energieversorgungs- und Industrieanlagen, bei der Metall- und Stahlerzeugung oder auch beim Umschlagen von Schüttgütern. In Ballungsgebieten ist der Straßenverkehr die dominierende Staubquelle.

Erkrankungsgefahr

Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation haben das verstärkte Auftreten von Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen bei hoher Feinstaubkonzentration nachgewiesen. Personen mit bereits bestehenden Erkrankungen sind besonders anfällig. Studien ergaben eine messbare Verringerung der Lebenserwartung.

Grenzwerte und Messverfahren

Zum Schutz der menschlichen Gesundheit sind zum 01.01.2005 neue Grenzwerte für Feinstaub (PM10) in Kraft getreten. Der Tagesgrenzwert beträgt 50 µg/m3 und darf nicht öfter als 35mal im Jahr überschritten werden. Der zulässige Jahresmittelwert liegt bei 40 µg/m3. Über auftretende Feinstaubbelastungen und Überschreitungen soll die Öffentlichkeit möglichst schnell informiert werden. Daher wird ein kontinuierliches Messverfahren angewandt, dessen Ergebnisse Grundlage der Datendarstellung sind.


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Feinstaubverordnung

Die Gesetzeslage

Seit 01. März 2007 gilt in Deutschland die "Plakettenverordnung" - die Verordnung zum Erlass und zur Änderung von Vorschriften über die Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge - in Kraft. Sie regelt bundeseinheitlich die Kennzeichnung von Pkw, Lkw und Bussen mit Plaketten je nach Schadstoffgruppe; Diese Kennzeichnung ist erforderlich, um bei zu hohen Feinstaubbelastungen Fahrverbote aussprechen und umsetzen zu können. Besonders gekennzeichnete Verbotszonen dürfen dann nur durch Kraftfahrzeuge mit einer entsprechenden Zulassung befahren werden.

Die wichtigsten Auswirkungen

  • Kennzeichnung der PKWs (Euro2 bis Euro4) mit Plaketten nach den europäischen Grenzwertstufen.
  • Einführung von Umweltzonen zur Verkehrsbeschränkung.
  • Fahrzeuge mit entsprechender Plaketten-Kennzeichnung können ganz oder teilweise von der Beschränkung ausgenommen werden.
  • Bei Verstoß gegen die Plakettenverordnung: Bußgeld von 40,-- € plus 1 Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei.

Freie Fahrt in Umweltzonen mit der Feinstaub-Plakette

In besonders gekennzeichneten Umweltzonen ist das Fahren mit einer Feinstaub-Plakette dann erlaubt, wenn dies durch ein Zusatzschild ausgewiesen ist. Auf dem Zusatzschild ist die für die freie Fahrt benötigte Feinstaub-Plakette abgebildet.

Neue Beschilderung: Beginn / Ende der Umweltzone

Freie Fahrt für die abgebildeten Plakettenfarben

Das Zusatzschild kann eine Plakette (die grüne), zwei Plaketten (die grüne und die gelbe) oder alle drei Plaketten enthalten. Es nimmt entsprechend gekennzeichnete Kraftfahrzeuge vom Fahrverbot aus.


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Umweltplakette

Welche Kraftfahrzeuge erhalten welche Feinstaub-Plakette?

Es gibt vier Schadstoffgruppen: Je geringer die Feinstaubemission desto höher ist die Schadstoffgruppe.

  • Kraftfahrzeuge der Gruppe 1 sind Pkw ohne geregelten Katalysator, Diesel-Pkw nach EURO 1 oder schlechter und Lkw nach EURO 1 oder schlechter. Diese können keine Plakette bekommen. Das sind etwa 15 % des Bestands.
  • Alle anderen Fahrzeuge können Plaketten erhalten.

Feinstaub-Plaketten gibt es in den drei Farben rot, gelb und grün entsprechend der jeweiligen Schadstoffgruppe.

Maßgeblich für die Zuordnung in eine Schadstoffgruppe ist der Emissionsschlüssel, der in den Fahrzeugpapieren angegeben ist.



Wo finden Sie die Emissionsschlüssel in den Fahrzeugpapieren?

  • Bei Fahrzeugpapieren, die vor dem 1.10.2005 ausgestellt wurden(Fahrzeugschein), findet man diesen im Feld „Schlüsselnummern zu 1“ an der 5. und 6. Stelle.

  • Bei Fahrzeugpapieren, die ab dem 1.10.2005 ausgestellt wurden(Zulassungsbescheinigung Teil I),ist der Emissionsschlüssel in der 3. und 4. Stelle des Feldes 14.1 enthalten.




Wie erhalten Sie die Feinstaub-Plakette?

Feinstaub-Plaketten erhalten Sie bei allen Langer Autohäusern.

Damit wir Ihnen eine Feinstaub-Plakette aushändigen können,benötigen wir Ihren Fahrzeugschein bzw.die Zulassungsbescheinigung Teil I. Das Fahrzeug selber ist nicht erforderlich.

Die Feinstaub-Plakette allein kostet EUR 5,90 - bestellen Sie Online.



Wo wird die Feinstaub-Plakette angebracht?

Die Feinstaub-Plakette wird bei betroffenen Fahrzeugen (PKW,LKW) an der Windschutzscheibe innen angebracht. Die Sicht ist dann am wenigsten beeinträchtigt, wenn die Plakette rechtsoben oder unten angeklebt wird.

Weitere Informationen:




Partikelfilter

Der Dieselpartikelfilter (DPF) ist eine wirkungsvolle Möglichkeit, die Umweltbelastung durch Feinstaubemissionen zu reduzieren - mit Steuervorteilen

Viele Dieselfahrzeuge sind mit einem Partikelfilter - überwiegend kostengünstig - nachrüstbar.

Funktionsweise eines Partikelfilters


Die Vorteile sind erheblich:

  • Keine Fahrverbote im Rahmen der "Kennzeichnungsverordnung Feinstaub" deutscher Innenstädte durch Einstufung in die "Schadstoffklasse 4": Sie erhalten die grüne Plakette und damit freie Fahrt
  • Partikelreduktion um ca. 30% ohne Reduzierung der Motorleistung, ohne Mehrverbrauch, ohne Zugabe von Additiven
  • Wertsteigerung Ihres Fahrzeuges
  • Steuerliche Förderung und Vermeidung einer "Strafsteuer" für Diesel-Fahrzeuge ohne Filter


Finanzielle Vorteile im Überblick
Steuerliche Förderung, einmalig
(Abzug von der KFZ-Steuer)

EUR 330.-

Strafsteuer für Diesel-Fahrzeuge
ohne Partikelfilter
(EUR 1,20 / 100ccm Hubraum,
für die Dauer von 4 Jahren)

EUR 96.-

Wertsteigerung Ihres Fahrzeuges
(Durschschittlicher Mindestwert für BMW Fahrzeuge, ermittelt durch die EurotaxSchwacke GmbH)

EUR 600.-

Gesamtersparnis

EUR 1.026.-

Nachrüst-Beispielrechnung
Kostenaufwand, Beispiel: BMW 318d

EUR 995.-

Gesamtersparnis

EUR 1.026.-

Tatsächlicher Aufwand

EUR 0.-


Wir rüsten auch Ihr Fahrzeug kostengünstig um:


Die Alternative zur Nachrüstung:


Weitere Informationen:




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